Was wir möchten und was nicht

Bereits vor einigen Tagen wurde eine kurze Distanzierung auf unserer Internetseite veröffentlicht, in der sich die Veranstalter gegen Gewalt (von links wie rechts) aussprachen. Da diese Distanzierung jedoch aus Zeitgründen relativ kurz gefasst wurde, wurde sie wenige Tage später wieder aus dem Netz genommen. Es folgt nun ein Text der bereits seit einigen Tagen intern verbreitet wird und nun auf Wunsch einiger Aktivisten der breiten Öffentlichkeit vorgestellt wird:

Wie auch in den letzten Jahren zuvor, möchten wir in diesem Jahr erneut in Dortmund gegen Krieg und Kapitalismus auf die Straße gehen. Am ersten Septemberwochenende werden deshalb wieder über 1.000 Nationalisten nach Dortmund kommen um auf die Zusammenhänge zwischen Kapitalismus, und Imperialismus aufmerksam zu machen. Politische Gegner von der CDU bis zur Linkspartei malen deshalb ein Bild des Schreckens an die Wand, welches der Wirklichkeit nicht einmal ansatzweise gerecht wird. Deshalb möchten wir hiermit erklären, was wir möchten, und was nicht.

Wir möchten in diesem Jahr, genau wie in den vorangegangenen Jahren, friedlich Demonstrieren um auf die Ungerechtigkeiten dieser Welt hinzuweisen. Wir möchten den Menschen in Dortmund aufzeigen, dass die aktuellen Kriege im nahen Osten, und in Osteuropa nicht von Diktatoren, sondern von Demokraten geführt werden. Das Kriege nicht aufgrund von Vorurteilen, oder Nationalismus, sondern vielmehr aus wirtschaftlichen Gründen geführt werden. Und wir möchten darauf hinweisen, dass es neben den kriegführenden Parteien auch eine weitere Gruppe gibt, die aktiv bei diesen Kriegen mitmischen: die Journalisten. So förderten westliche Journalisten die Unruhen im Iran und sind für den Tod der Menschen verantwortlich, die sie aufgehetzt und zu strafbaren Handlungen getrieben haben. Egal um welchen Kriegsschauplatz es geht, egal ob es sich um militärische Konflikte, soziale und wirtschaftliche Probleme oder politische Bewegungen geht: die Presse ist immer dabei und versucht stets in vorauseilendem Gehorsam im Sinne der Regierenden zu berichten. Anders ist es sich nicht zu erklären, dass nach dem 1. Mai 2009 in Dortmund 400 friedliche Nationalisten kriminalisiert, aber gewalttätige Demonstranten im Iran mit Lob überschüttet werden.

Unabhängig von der Berichterstattung werden wir am 3. September friedlich, kreativ und laut auf die Straße gehen. Wir werden bestehendes kritisieren und neue Wege aufzeigen. Für Fragen, Anregungen und Kritik der Bürger sind wir immer offen und würden uns freuen, wenn Sie den Weg zur S-Bahn Haltestelle Stadthaus finden.

Was wir nicht möchten:
Genau das, was uns die Medien an zu dichten versuchen. Sinnlose Gewalt gegen Polizisten und Andersdenkende. Erst recht nicht gegen Ausländer, haben wir doch aus vielen europäischen Nationen Gäste zu Besuch, die sich an unserer Demonstration beteiligen möchten. Bilder wie brennende Bahngleise gehen ausschließlich auf das Konto antifaschistischer und demokratischer Gegendemonstranten. So gab es in den vergangenen Jahren häufig Gegendemonstrationen auf denen auch Linksextremisten gern gesehene und unkontrollierbare Gäste waren. Die Erfolge waren brennende Gleise und Mülltonnen, verängstigte Bürger und ein Sachschaden der der in die Hunderttausende ging. Außerdem distanzieren wir uns von allen Gewaltaufrufen die im Internet, aber auch außerhalb des Internets veröffentlicht werden. Eine Demonstration ist kein Spielplatz für erlebnisorientierte Jugendliche. Für den friedlichen und ordentlichen Verlauf der Demonstration wird die Versammlungsleitung, wie in den Jahren zuvor, sorge tragen.

Anders als den Gegendemonstranten geht es uns nicht darum, unsere Ziele mit Gewalt durchzusetzen. Unsere Revolution ist nicht nur eine Revolution der Straße, sonder auch eine Revolution des Geistes. Ein Umdenken großer Bevölkerungsteile erreicht man jedoch nicht mit dem Stein in der Hand, sondern mit dem Wort auf der Zunge. Schon deshalb freuen wir uns auf die vielen europäischen Gastredner auf der Demonstration zum 7. nationalen Antikriegstag in Dortmund!



Demonstration

Wann? 01. September 2012!
Wo? Dortmund Hauptbahnhof!
Uhrzeit? 12:00 Uhr!

Aufruf zur Demo

Jedes Jahr am ersten Septemberwochenende demonstrieren in Dortmund viele hundert Deutsche aller Altersklassen ... weiterlesen.

Direkter Draht

Du hast Fragen zur Demo? Dann schreib uns über den Live Chat an oder sende eine E-Mail.

Aktionen

Wir werden versuchen, so viel Werbung wie nur möglich für die Demo zu machen. Was wir alles gemacht haben erfahrt ihr hier.
{Aktionen zur Demo}

Das sagt die Presse

Hier findest du verschiedene Presseberichte die etwas mit dem nationalen Antikriegstag in Dortmund zutun haben.
[Der Pressespiegel]

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