In unserem heutigen Finanzsystem wird Geld nur dann weiterverliehen, wenn Zinsen gezahlt werden. Diese Zinsen führen nun dazu, daß Geldvermögen explodieren: Wer viel Geld hat, legt dieses verzinst an und bekommt Zinsen, wodurch sein Kapital weiter anwächst. Im folgenden Jahr kann er noch mehr verleihen und noch mehr Zins bekommen. Sein Vermögen steigt immer schneller an. Auf der anderen Seite müssen im gleichen Maße Kredite von der Wirtschaft genommen werden, damit das angesammelte Kapital in den Geldkreislauf zurückkommt. Die Schulden müssen deshalb explodieren. Irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem die Zinslast nicht mehr durch ein lineares Wachstum des Produktionszuwachses (Bruttosozialprodukt) ausgeglichen werden kann – es kommt zur Wirtschaftskrise.

Dabei kommt es in einem Zinssystem zwangsläufig zu dieser Entwicklung – jedes Zinssystem stellt deshalb ein System mit Verfalldatum dar.
Um diesen Zusammenbruch soweit wie möglich hinauszuschieben, sind die Staaten gezwungen, ihre Exportrate, zu Lasten anderer Nationen, zu steigern. Die internationalen Spannungen steigen deshalb immer weiter an, bis zum bewaffneten Konflikt.
Silvio Gesell, ein deutscher Kaufmann in Argentinien, welcher zum ersten mal ein Wirtschaftssystem ohne Zins vorstellte, warnte bereits 1918, zur Friedenssehnsucht nach dem Ersten Weltkrieg, vor dem nächsten Konflikt:
“Trotz des heiligen Versprechens der Völker, den Krieg für alle Zeiten zu ächten, trotz des Rufes der Millionen: ‘Nie wieder Krieg’, entgegen all den Hoffnungen auf eine schönere Zukunft, muß ich es sagen: Wenn das heutige Geldsystem, die Zinswirtschaft, beibehalten wird, so wage ich es, heute
schon zu behaupten, daß es keine 25 Jahre dauern wird bis wir vor einem neuen, noch furchtbareren Krieg stehen.
Ich sehe die kommende Entwicklung klar vor mir. Der heutige Stand der Technik läßt die Wirtschaft rasch zu einer Höchstleistung steigern. Die Kapitalbildung wird, trotz der großen Kriegsverluste rasch erfolgen und durch ein Überangebot den Zins drücken. Das Geld wird dann gehamstert
werden. Der Wirtschaftsraum wird einschrumpfen und große Heere von Arbeitslosen werden auf der Straße stehen. An vielen Grenzpfählen wird man eine Tafel mit der Aufschrift sehen können: ‘Arbeitssuchende haben keinen Zutritt ins Land, nur die Faulenzer mit vollgestopften Geldbeutel sind willkommen.’”
Heute wird Krieg als “friedensschaffende Maßnahme” bezeichnet um den Völkern “Demokratie” näher zu bringen. Man versteht darunter den Versuch, fremde Staaten mit Waffeneinsatz zum Einlenken auf westliche Forderungen zu zwingen. Damit wird jedoch weder die Ursache im Finanzsystem geändert, noch wird wirklicher Frieden in der Gesellschaft verankert.
Heute wird deutlich, dass wirtschaftliche Krise und politische Krise nicht deckungsgleich sind: Während der Kapitalismus seine Krise größtenteils selbst produziert, sind wir ganz und gar alleine dafür verantwortlich, eine politische Umwälzung auszulösen, die Perspektiven auf eine Alternative, fernab von Zinsdiktatur eröffnet.
Die Gegenseite weiß, dass die wirtschaftliche Krise schnell in eine politische Krise, einen Aufstand, eine Revoolution umschlagen kann. Die Herrschenden greifen auf bewährte Methoden zur Unterdrückung zurück :: Spalten, Individualisieren, Ängste schüren: Spalten in Arbeitslose und Beschäftigte, in temporär und „sicher“ Beschäftigte, in die Menschen mit Tariflohn und jene mit untertariflicher Bezahlung. Die Individualisierung ist dabei eine Hauptwaffe des Apparates: Jeder soll für sich alleine ums Überleben kämpfen und auftretende Probleme immer als seine Probleme wahrnehmen, nicht als Probleme der Volksgemeinschaft. Spaltung und Individualisierung werden begleitet von einer immer wieder aufs neue angefachten Terrorparanoia. Denn wer Angst vor dem Iran oder Afghanistan hat, kämpft nicht, sondern hälts Maul.
Dort wo die altbekannten Instrumente der Unterdrückung allerdings nicht ausreichen, wird eine härtere Gangart eingeschlagen: Polizeiliche Repression und zunehmend auch der Einsatz der Bundeswehr im Inneren.
“Je höher wir steigen, um so tiefer stürzen wir, wenn sie bricht. Und sie wird brechen. Unser Geld bedingt den Kapitalismus, den Zins, die Massenarmut, die Revolte und schließlich den Bürgerkrieg, der erfahrungsgemäß mit unheimlicher Schnelligkeit zur Barbarei zurückführt. (…) Wer es vorzieht, seinen eigenen Kopf etwas anzustrengen statt fremde Köpfe einzuschlagen, der studiere das Geldwesen …” – Silvio Gesell (aus “Geld oder Krieg”, in S.-Gesell-Werke Band 7)
Die Bündnisse und Initiativen der bürgerlichen sowie linksextremen Friedensbewegung sollten sich also bewusst sein, dass das Problem des unnützen Krieges solange nicht zu lösen ist, solange die Fehlstrukturen unserer Geldordnung unangetastet bleiben.
Mit Arbeitern, Bauern, Schülern und Sozialschwachen gemeinsam, im volksgemeinschaftlichen Bruderband, auf die Strasse! Am 4.9. nach Dortmund zum nationalen Antikriegstag! Nähere Informationen gibt es im Weltnetz unter www.ANTIKRIEGSTAG.org
Weiterführende Literatur zum Zinssystem sowie dem Geldwesen an sich, findet man unter den Suchbegriffen “Silvio Gesell”, “Gottfried Feder” und “Manifest zur Brechung der Zinsknechtschaft”. Der Aufsatz “Todesursache: Zins” ist ebenfalls interessant.
Quelle: Nationaler Widerstand Marl


Irgendwann erstickt auch “Big Money” an seinem eigenen System.
Mit kameradschaftlichem Gruß