Am vergangenen Dienstag (7. September) verteilten Aktivisten im Dortmunder Stadtteil Dortmund Flugblätter an die dortigen Haushalte, in denen die Bürger über das zurückliegende Wochenende informiert wurden. Kaum einem Anwohner wird das massive Polizeiaufgebot entgangen sein, welches den Stadtteil über das Wochenende prägte.
Hintergrund waren eine Kundgebung mit Livemusik am Freitag Abend, sowie der 6. nationale Antikriegstag am 4. September, zu dem sich etwa 1000 Teilnehmer einfanden. Während die nationalen Aktivisten störungsfrei in mehreren Stadtteilen ihrem Protest eine Stimme gaben, hatten nach Dorstfeld die Demokraten zu einem sogenannten “Friedensfest” eingeladen. Trotz wochenlanger Mobilisierung, bei der unter anderem in Printmedien und mit Plakaten geworben wurde, fanden sich letztendlich enttäuschende 400 Teilnehmer ein, die wohl auch hauptsächlich an den gastierenden Musikgruppen, als an den demokratischen Rednern interessiert gewesen sein dürften. Um ein möglichst störungsfreies Demokratiefest zu ermöglichen, sperrte die Polizei den Bereich um den Wilhelmplatz bereits Freitag Abend ab und führte durchgehend Personenkontrollen durch. Diese Schreckten jedoch offenbar ehr das eigene Klientel ab, denn interessierte oder engagierte Bürger ließen sich kaum blicken – dafür konnten sich die wenigen Anwesenden allerdings über tausende Antikriegstagsschnipsel freuen, welche auf die Menge herabregneten und für die Internetseite www.antikriegstag.org warben.
Um auch die Bürger im Dortmunder Osten über die Demonstration mit 500 Teilnehmern, welche vom Bahnhof in Scharnhorst bis an den Rand der Innenstadt zog, zu informieren, werden in den nächsten Tagen weitere Flugblätter verbreitet. Wer selbst aktiv werden möchte, hat hier die Möglichkeit, das vorgefertigte Flugblatt auszudrucken und in seiner Nachbarschaft zu verteilen!


Das vorbereitet Flugblatt zum selber ausdrucken ist eine gute Idee. Habe es schon in der Nachbarschaft verteilt und positive Resonanz erhalten. Wenn man die Wahrheit erzählt, daß linke Krawallchaoten den Hauptbahnhof Dortmund für 2 Stunden trotz des riesigen Polizeieinsatzes blockieren konnten und die nationalen Aktivisten sich daher zu Fuss auf den Weg gemacht hätten, geht den Leuten ein Licht auf. Das stand nämlich so nicht in der Zeitung. Da wird der Eindruck einer vorbereiteten und gewaltbereiten rechten Demonstration erweckt.
Ein Anwohner brachte es auf den Punkt: “Soll das heissen, daß jetzt Leute, die von Linken Spinnern an der Zugfahrt gehindert werden und friedlich zu Fuss weitergehen, als illegale Demonstranten angezeigt werden?”
Eine Nachbarin meinte: “Das wir (die BRD) in Afghanistan mit der Bundeswehr sind, finde ich ganz schrecklich. Ich halte ja nicht so viel von den Rechten aber mit dem Abzug aus Afghanistan haben die 100 % recht und auch, daß wir hier zu viele Ausländern haben, stimmt.”
Flugblätter zum runterladen aus dem Weltnetz hätte ich mir schon vor der Demo gewünscht. Das sollte weiter verfolgt werden. Der Erfolg ist größer als man denkt. Gerne helfe ich dabei.