2500 ausländische Soldaten, darunter 34 deutsche und zigtausend einheimische Zivilisten sind seit Beginn des Afghanistan-Krieges vor 10 Jahren ums Leben gekommen. Nach offizieller Mundart wurde die Regierung der Taliban gestürzt, bis heute ist es aber dennoch nicht gelungen, ihren Widerstand zu brechen. Dieser flammt immer wieder aufs Neue auf und wird zunehmend stärker.
Die Staaten der sogenannten ISAF-Truppen müssen langsam aber sicher ihr Scheitern eingestehen. Im Einsatz stehen 130.000 Soldaten aus 48 Ländern am Hindukusch, darunter rund 5000 aus Deutschland. Hinzu kommen rund 100.000 afghanische Soldaten. Aber auch mit dieser monströsen Truppe konnte der selbst gesetzte Anspruch bisher nicht erreicht werden. Weder herrscht Ruhe, noch Frieden oder Sicherheit in diesem Land, das schon seit Jahrzehnten von einem Konflikt in den nächsten taumelt.
In den 80er bis Anfang der 90er-Jahre waren es die Sowjets, die versuchten, ihren Einfluß in Afghanistan zu sichern und die Taliban, die damals noch Mudschahedin genannt wurden, vernichtend zu schlagen. Daß dies eine unlösbare Aufgabe wurde, lag unter anderem daran, daß diese massiv durch die USA ausgerüstet und auch ausgebildet wurden. Wenige Jahre später scheint sich dies nun gerade für die USA zu rächen, wie so oft in der Geschichte, wenn man an andere Ländern im nahen Osten denkt.
Vom einfachen Volk wurden die ausländischen Truppen vor 10 Jahren zunächst freudig begrüßt, man hoffte, in den “Befreiern” diejenigen zu finden, die dem Land endlich einmal die erwünschte Stabilität und Sicherheit geben würden. Es bestand die Hoffnung, endlich einmal Ruhe und Frieden zu finden nach vielen Jahrzehnten des Kriegs und der Auseinandersetzungen.
Mittlerweile haben sich die Taliban dank ihrem Rückzugsgebiet Pakistan neu formiert, mittlerweile sollen es 48.000 gut ausgerüstete Kämpfer sein. Anders als die ausländischen Truppen kennen diese ihr Land auf den Meter genau, wissen genau, wie und wo sie sich verschanzen können, um mit relativ geringen Mitteln großen Schaden anzurichten. Viele Angriffe der ausländischen Truppen, bei denen auch afghanische Zivilisten ums Leben kamen, haben zudem dazu geführt, daß die Sympathie für die Taliban in der Bevölkerung wieder größer geworden ist.
Spätestens 2014 sollen alle ausländischen Truppen das Land wieder verlassen haben. Militärexperten rechnen damit, daß es nur wenige Monate dauern wird, bis die Taliban die offizielle afghanische Armee geschlagen haben werden und wieder die Macht im Land übernehmen.
Es bleiben 34 tote deutsche und rund 2500 tote ausländische Soldaten, die für zweifelhafte Interesse im Ausland ihr Leben lassen mußten. Gerade die deutsche Regierung sollte endlich den Sinn und Zweck einer bundesdeutschen Armee verstehen: Die Verteidigung unseres eigenen Landes. Und dies umfaßt ganz sicher keine lebensgefährlichen Einsätze unserer Soldaten in Ländern wie Afghanistan, Ex-Jugoslawien oder anderen.
Quelle: Deutsche Stimme

